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Archive for Mai 2006

…ich habe ja am Anfang meines „Blogger“ Lebens mal darüber geschrieben, das ich gedenke unsere Planungsprozesse zu koordinieren und abzustimmen und das sich das alles wahrscheinlich nur mit einem größeren Aufwand umsetzten lassen würde.

Mittlerweile ist aus der Planung ein ziemlich großer Prozess geworden der so gut wie alle Teile der Geschäftsführung, das Controlling, alle Accountmanager und Projektmanager umfasst. Folge dessen ist, das wir monatlich sicherlich zwei bis drei Manntage nur mit der Planung verbringen, wobei mir die Aufgabe obliegt die Daten dann auszuwerten.

Heute war es dann wieder so weit…die Planung hat begonnen… und morgen werden die Ergebnisse da sein… dann werden wir sehen, wie gut unsere Planung letzten Monat war und was wir diesen Monat und die darauf folgenden erwarten können…

Als ich die Änderung unserer Planungsprozesse angestoßen habe, hab ich die Schrift an der Wand zwar gesehen, den Aufwand den sie verkündet hat aber unterschätzt…

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..gestern Abend bin ich auf dem Weg nach Hause im Treppenhaus von einem unserer Entwickler angesprochen worden, ob das mein Block wäre, der mit dem historischen Kram… er meinte daraufhin, das er sich gut lesen würde… da ist mir mehr oder minder das erste Mal bewusst geworden, dass ja auch jemand wirklich meinen Blog lesen könnte, und das es nicht nur gesichtslose anonyme Massen sind, die ich an meinem Leben teilhaben lasse…

Diese Episode hat mich eigentlich wieder motiviert wieder häufiger etwas zu schreiben, wobei ich mir nicht sicher bin ob das so richtig ist den historischen Fokus so in den Vordergrund zu stellen….

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…heute, Sonntag habe ich mich dann mal mit den Dingen beschäftigt, die ich schon lange auf die „lange Bank geschoben hab“.

Dazu zählt unter anderem die Auswertung unserer internen Mitarbeiterbefragung für unsere Verwaltungsmädels… Dafür habe ich mich dann nachmittags auf den Balkon gesetzt und habe die Datenmenge analysiert, vor allem im Hinblick auf die statistischen Merkmale der Teilnehmer, wie Firmenzugehörigkeit und Rolle in der Firma…

Das interessante an diesen Auswertungen ist dann der Einblick in das, was andere Menschen über unsere Verwaltung denken, beginnend bei Wertschätzung der Arbeit, bzw. der Freundlichkeit bis hin zu einem Missverstehen der Aufgabengebiete der Verwaltung, ich bin mal gespannt wie die Ergebnisse von unsere Verwaltungschefin beurteilt werden.

Dabei kam ich mir beim Anblick der Menschen die quasi lustwandelnd an dem Balkon vorbeischlenderten, mit Frau, Hund und /oder Kind vor wie der griechische Gott der Schmiedekunst, der ist auch immer als einziger der Gottheiten arbeitend dargestellt worden…

Obwohl ich weiß, das viele meiner Freunde und Kollegen am Wochenende auch arbeiten, frage ich mich manchmal ob die Dinge die ich dann am Wochenende tue auch so wichtig sind wie das Schmieden des Donnerkeils für Zeus…

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…es gibt einen Satz, an den ich mich derzeit immer wieder erinnert fühle, und zwar „…die Hand für etwas ins Feuer legen…“

Ich habe den Begriff gegoogelt und habe dabei erfahren, das die Begrifflichkeit etymologisch von dem mittelalterlichen Brauch kommt, das der Beschuldigte vor Gericht ein glühendes Eisen eine bestimmte Strecke tragen musste, ohne dabei verletzt zu werden um seine Unschuld zu beweisen, ein Gottesgericht sozusagen… Ich denke bei diesem Ausspruch immer an Gaius Mucius Scaevola, der im antiken Rom bereit war seine Hand für seine Überzeugung/seine Heimat verbrennen zu lassen.

Bei mir drängt sich dieser Spruch derzeit immer in das Gedächtnis, wenn ich hoch komplexe Auswertungen mache, die dann als Grundlage für sowohl strategische als auch operative Entscheidungen dienen. Mein Problem dabei ist, das ich zwar alles mit einem mir möglichen Höchstmaß an Akribie und Akkuratesse erstelle, aber ich dennoch häufig der einzige bin, der die Berechnungen nachvollziehen kann und damit auch überprüfen kann. Obwohl mir niemand die Frage stellt und sich noch nie ein wirklich gravierender Fehler im Nachhinein heraus gestellt hat, so stelle ich mir immer wieder mal für mich selbst die Frage, ob ich für die Zahlen die ich den Entscheidern liefere meine Hand ins Feuer legen würde. Bisher konnte ich die Frage für mich immer mit „Ja“ beantworten und in den seltenen Fällen, in denen ich mir unsicher war, habe ich auf diese Unsicherheit der Validität der Daten hingewiesen.

Die Frage ist aber eher was werde ich tun wenn ich diese Frage mit „Nein“ beantworten muss? Das ist wahrscheinlich eine Frage die sich jeder Controller in seiner beruflichen Laufbahn mal stellen muss…

sozusagen die controllerische Gretchenfrage…

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